Dekmalgeschützte Häuser sind stilvoll und charmant. Die Besonderheit dieser meist in attraktiven Stadtlagen zu findenden Häuser, bezieht sich auf den vermittelten Flair und die behagliche Wohnsituation – Das gilt besonders für Berlin. Klar, dass die anmutenden Gebäude immer häufiger ins Visier für Kapitalanlagen rücken. Doch erweist sich die Investition in historische Gebäude auch als sinnvoll? Neben der Freude über den Besitz, stellt sich natürlich die Frage, ob auf Dauer auch eine Rentabilität gewährleistet werden kann.
Nachdem die Wohnungsbauförderung nicht mehr in Anspruch genommen werden kann, steigt das Interesse an der Denkmalabschreibung und der einhergehenden, letzten legalen Möglichkeit, den Staat am Immobilieneigentum zu beteiligen. Die möglichen Vorteile können sich dabei nicht nur Kapitalanleger, sondern auch Selbstnutzer sichern. Mit dem Steuersparmodell aus dem § 7 Absatz 1 EStG profitieren primär die Gut- und Doppelverdiener. Für Eigennutzer beziehen sich die steuerlichen Vorteile auf die Kosten, welche zur sinnvollen Nutzung oder aber zur Erhaltung des Baudenkmals erforderlich sind und ganze zehn Jahre lang mit neun Prozent bei der Steuererklärung angegeben werden können. Somit können Eigennutzer im Laufe der Jahre bis zu 90 Prozent des Investitionskapital, anrechnen lassen. Kapitalanleger sichern sich dabei noch mehr Vorteile. Als Investor können über zwölf Jahre lang, einhundert Prozent der Kosten abgeschrieben werden.
Viele Möglichkeiten in Ost-Deutschland
Interessierte Investoren sollten sich, neben Berlin ansich, auf die Angebote in ostdeutschen Städten konzentrieren. Für wen nur ein Objekt direkt in Berlin in Frage kommt, sollte sich auf jeden Fall Hilfe von Maklern, wie Investition Baudenkmal, holen.
Im Osten der Republik lassen sich wesentlich günstigere Objekte finden, da die Denkmalbauten in westdeutschen Städten rar gesät und dementsprechend teuer sind. Wie bei jedem Immobilienkauf, muss natürlich das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Mieteinnahme stimmen. Gerade um die genannten Steuervorteile profitabel ausnutzen zu können, ist es wichtig weniger als das 25-fache der Mieteinnahme im Jahr, als Kaufpreis zu investieren. An dieser Stelle empfiehlt es sich, das steuerlich begünstigte Denkmalobjekt vor Ort zu begutachten, um abschätzen zu können, ob die Prognosen der Mieteinnahmen realistisch eingestuft wurden und sich realistisch umsetzen lassen.
Der bürokratische Aufwand
Selbstverständlich gibt es noch mehr zu beachten. Deutschland wäre kein Bürokratenstaat, wenn sich auch in Bezug auf Denkmalgeschützte Immobilien nicht um den nötigen Papierkram gekümmert werden müsste. Ein Denkmalbau trägt seinen Titel erst dann, wenn es auch solches im Denkmalschutzamt (mehr auf Berlin.de) eingetragen wurde. Um die Steuervorteile uneingeschränkt nutzen zu können, ist es deshalb erforderlich, sich eine Bescheinigung beim besagten Amt ausstellen zu lassen, um somit das Denkmal mit gültigem Titel beim Finanzamt vorlegen zu können. Der notarielle Kaufvertrag ist selbstredend das Tor zur neuen historischen Immobilie. Sobald dieser unterzeichnet wurde, dürfen die Umbauten am Gebäude beginnen. Diese sind natürlich eingeschränkt. Um die Auflagen der Behörden zu beachten, ist es wichtig, sich ausreichend zu informieren. So können zum Beispiel die Kosten für Fassaden- und Dachsanierungen angerechnet werden. Auch wenn historische Gebäude mit modernen Heizungsanlagen und neuen Fenstern modernisiert werden dürfen, so ist es zum Beispiel nicht gestattet, die Größe und / oder die Form der Fenster zu verändern. Ebenso darf der Denkmalbau nicht mit Dachflächenfenster oder Gauben ausgestattet werden.
Fazit
Denkmalgeschützte Immobilien in Berlin, eignen sich als charmante und ansehnliche Geldanlage. Unschlagbare Steuervorteile ermöglichen sowohl Eigennutzern, als auch Investoren den bequemen Einstieg in den Immobilienbesitz. Wer sich ausreichend über das künftige Objekt informiert und auch den Weg zum Amt nicht vergisst, dürfte sein Geld gut investiert haben und kann sich über einen historischen Eigentum in Form eines Denkmalbaus freuen.