Der Freitod von Gunter Sachs wirft neues Licht auf die gefürchtete Volkskrankheit
Vergessen kann jeder einmal etwas, stellt der Arzt jedoch die gefürchtete Diagnose Alzheimer ist dies für Patienten und deren Angehörige ein schwerer Schlag. Die Krankheit verursacht ein Absterben der Gehirnzellen, die Folgen sind Sprachstörungen und Gedächtnislücken. Der Patient hat Schwierigkeiten sich zu orientieren, das Denk- und Urteilsvermögen wird durch Alzheimer schwer beeinträchtigt. Ist die Diagnose Alzheimer erst einmal gestellt geht für viele Betroffene die Welt unter, schwere Depressionen sind manchmal die Folge, von Familienangehörigen wird viel Geduld und Verständnis abverlangt.
Alzheimer ist eine schleichende Krankheit, bei der die Gehirnzellen langsam aber sicher absterben. Informationen können nicht mehr weitergeleitet werden, die Gehirnzellen sind nicht mehr dazu in der Lage Signale zu übertragen. Alzheimer befällt zuerst den Gehirnteil, der für das Speichern von Informationen zuständig ist, am Anfang der Krankheit ist nur das Kurzeitgedächtnis betroffen, Alzheimer breitet sich im Laufe der Krankheit auf andere Körperbereiche aus. Patienten vergessen die Namen ihrer Mitmenschen, sie können Angehörige auf einmal nicht mehr wieder erkennen und es kann passieren, dass betroffene Menschen sich nach dem Einkaufen nicht mehr an den Weg nach Hause erinnern. Die Krankheit beeinflusst auch die Stimmung und den Puls, im Spätstadium verlieren Patienten die Kontrolle über ihre körpereigenen Funktionen.
Obwohl sich Forscher schon sehr lange um geeignete Maßnahmen zur Prävention oder Behandlung bemühen, ist die Krankheit des Vergessens immer noch nicht heilbar. Es ist allerdings möglich in jungen Jahren das Risiko einer späteren Erkrankung zu reduzieren. Sport und eine gesunde Ernährung senken das Risiko einer Erkrankung um die Hälfte, auch die rechtzeitige Diagnose und eine Heilung von Herz-Kreislauferkrankung wirkt sich vorbeugend auf Demenz aus.