Das Thema Energie ist zu diesem Jahresende einmal wieder Thema heftiger Diskussionen. Namenhafte Energie Wissenschaftler warnen vor dem eminenten Zusammenbruch der deutschen Ökoenergie. Schuld daran ist die Ökostromumlage, die von acht auf dreizehn Milliarden steigen wird. Da diese Umlage von allen Benutzern als Teil von der Stromrechnung bezahlt wird, steht zu befürchten, dass die Akzeptanz der erneuerbaren Energien erheblich sinken wird, was ein Aus für diese Art der Stromversorgung bedeuten könnte.
Dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zufolge erhalten die Produzenten von Wind-Solar- und Biogasanlagen von den Netzbetreibern einen festen Tarif für den von ihnen produzierten Strom. Die daraus entstehenden Kosten werden auf die Stromverbraucher umgelegt. Für 2011 wird erwartet, dass diese Umlage von 2,047 Cents pro Kilowattstunde auf 3,53 Cents ansteigen wird. Beim Durchschnittshaushalt bedeutet das einen Mehrkostenbetrag von etwa fünf Euro pro Monat.
Diese Mehrbelastung für die Haushalte ist natürlich ein viel kritisierter Effekt der alternativen Energien. Eine Anzahl von Experten nimmt an, das die Kostenerhöhung für 2011 nicht das Ende dieser Tendenz ist, sondern das die nächsten fünf Jahre die gleiche Tendenz verzeichnen werde.
Somit ist anzunehmen, dass mehr und mehr Verbraucher eine ablehnende Haltung zum Thema erneuerbare Energie einnehmen werden. Andererseits sollte aber beachtet werden, dass die Förderung der Ökoenergien auch positive Effekte auf die Wirtschaft hat. Zu erwähnen sind hier nicht nur die vermiedenen Umweltschäden durch die Stilllegung von Kohlekraftwerken, sondern auch die etwa 340.000 Arbeitsplätze die dieser Zweig der Energie Produktion bereitstellt. Die aktuellen Befürchtungen zum Thema Kollaps der Ökoenergie Förderung steht im großen Gegensatz zu der Hoffnung, dass der Ökostrom die Zukunft der deutschen Energiegewinnung darstellt. Nach Plänen der Bundesregierung soll der Ökostrom bis 2020 bereits 30 % der Gesamt Stromversorgung ausmachen.
Im Zuge dieser Entwicklung ist die Bundesregierung nun aufgerufen, eine schnelle und gründliche Reform der Energiepolitik zu vollziehen. Die Fachleute sehen darin die einzige Möglichkeit, das Erneuerbare – Energien-Gesetz ( EEG ) noch zu retten (Mehr Infos zu dem Gesetz unter http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/40508/). Zu den notwendigen Massnahmen werden die Senkung der Einspeisevergütung des Solarstroms und die Streichung der Ökostromprivilegien gehören müssen.
Diesmal sind es hauptsächlich die Befürworter der grünen Energie, die zu der Reform bei den Zusätzen für die Ökoenergien raten. Die Kosten drohen einfach untragbar zu werden. So wurden allein in Deutschland zum Beispiel im Jahr 2010 etwa 50 % der weltweit verkauften Photovoltaikanlagen installiert. Und eine Ende des Booms ist nicht abzusehen.