Schon seit Jahren ist bekannt, dass in der Textilherstellung mitunter Giftstoffe benutzt werden. Doch nun fangen die Hersteller an, umzudenken. Weltbekannte Modelabel wie Adidas, Nike oder Puma haben ihre Zusage gegeben, keine Giftstoffe mehr zu verwenden. Doch noch immer gibt es uneinsichtige Textilproduzenten wie H&M, die mit den gefährlichen Nonylphenolethoxylaten (NPE) arbeiten. Zwar sind die Rückstände des Mittels im fertigen Produkt nur gering, doch das Nonylphenol wird mit dem Wasserkreislauf weitergeleitet. So gelangt das hormonell wirksame Nonylphenol in die Nahrungskette - und damit in den menschlichen Körper. Dort konnte es in Untersuchungen nachgewiesen werden. Innerhalb der EU ist es allerdings seit 2003 zum größten Teil verboten.
Schmutzige Wäsche
Greenpeace wies NPE innerhalb der Studie “Schmutzige Wäsche 2″ in den Textilien von H&M nach. Diese werden zwar von allen großen Herstellern vor dem Verkauf öfters gewaschen, aber so gelangen die Chemikalien ins Wasser. Greenpeace fordert darum das schwedische Textilunternehmen auf, die gefährlichen Stoffe durch Alternativen zu ersetzen, die die Umwelt nicht belasten.
Mit der Detox-Kampagne in eine ungiftige Zukunft
Mitte Juli 2011 startete die weltweite Detox-Kampagne. Hierbei wird dazu aufgefordert, bei der Textilproduktion auf die gefährlichen Chemikalien zu verzichten. Greenpeace hat es damit geschafft, die großen Hersteller Adidas, Nike und Puma in eine Art Wettkampf um die umweltfreundlichste Produktion zu schicken. Dabei soll nicht mehr nur NPE vermieden werden, sondern auch alle weiteren gefährlichen Chemikalien. So wird die Umweltbelastung in den Flüssen in Asien verringert, wo 90 % aller Textilien preisgünstig hergestellt werden. Konkrete Pläne aller Firmen zur Umsetzung der Umweltkampagne werden im Herbst 2011 erwartet. Weitere Unternehmen stehen bereits mit Greenpeace in Verhandlung, darunter Lacoste oder G-Star Raw.
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