Der Deutsche Kinderschutzbund schlägt Alarm. Nach Auswertungen der neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes nimmt die Kinderarmut in Deutschland stetig zu. Trotz sinkender Geburtenrate, steigt die Anzahl der Kinder, die von Armut bedroht sind, weiter an. Demnach gilt jedes sechste Kind in der Bundesrepublik als arm. Besonders prekär ist die Lage in Migranten- und Alleinerziehenden-Haushalten, sowie in Familien die vorrangig von Hartz-IV leben. Doch genau hier kommen die meisten Kinder zur Welt. Besserverdienende haben in der Regel weniger Kinder, um Job und Haushalt unter einen Hut zu bekommen. Somit schließt sich ein gefährlicher Teufelskreis.

Der statistische Schwellenwert für armutsgefährdete Familien liegt bei einem Einkommen von 11.151 Euro im Jahr. 37,5 Prozent – das ist der Anteil der Kinder alleinerziehender Eltern in Deutschland, die unter diesem Wert liegen. Generell scheint das traditionelle Familienleben “aus der Mode” gekommen zu sein. Im Westen leben rund 79 Prozent in der typischen Mutter-Vater-Kind-Familie, während es im Osten Deutschlands nur noch 58 Prozent sind. Das ist auch einer der Gründe, warum die Kinderarmut in Teilen Ostdeutschlands besonders hoch ist. Traurige Spitzenreiter im Ranking der Kinderarmut sind die Bundesländer Berlin, Sachsen-Anhalt und Bremen. Während die Grundversorgung der Kinder, sprich Nahrung und Kleidung, in den Familien noch einigermaßen gesichert ist, fehlt doch oftmals das Geld, um den ihnen Hobbys zu finanzieren, oder in den Urlaub zu fahren.

Die IG-Metall fordert von der Bundesregierung eine Regelung zur Kinder-Grundsicherung und faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Sie macht u. a. Niedriglöhne und die erschwerten Arbeitsbedingungen für alleinerziehende Mütter für die vorherrschende Situation verantwortlich.

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