Mit dem Konsumklima in Deutschland geht es abwärts. Zwar nur minimal, aber es steht fest: Die Kauflaune im Oktober ist gesunken, wie die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) festgestellt hat. Das Widerstreben der Deutschen Geld auszugeben ist stark, spricht doch jeder von steigenden Preisen für Energie und steigenden Arbeitslosenzahlen.

Der Konsumklima-Indikator wird voraussichtlich im November um 0,2 Punkte sinken, danach um weitere 0,2 Punkte ins Minus. Das ist immerhin der erste Rückgang seit September 2008, aber Deutschland bleibt skeptisch. Die angekündigten Arbeitslosenzahlen sprechen dafür, dass in Zukunft der private Konsum weiter zurückgehen werde und dadurch die Konjunktur kein weitere Stütze habe. Auch die versprochenen Steuerrückgänge durch die schwarz-gelbe Koalition mögen den Konsumenten nicht dazu bewegen das Geld auszugeben, man warte lieber noch ab, ob sich die Versprechen auch bewahrheiten werden. Größere Anschaffungen werden zunächst auf die lange Bank geschoben, dank der Abwrackprämie hat jeder einen neuen Kleinwagen und neue Impulse zum gesteigerten Konsum sind nicht in Sicht. Trotzdem ist die angebliche positive Stimmung bei den Verbrauchern noch nicht ganz gebrochen, geht man wie Wirtschaftsforschungsinstitute davon aus, dass sich die Konjunktur schneller als gedacht erholen wird und für 2010 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent erwartet wird.

In der Lebensmittelbranche ist von den guten Prognosen derzeit allerdings nichts zu merken und die Milchbauern werden die angekündigte positive Marktentwicklung weiterhin skeptisch betrachten. Trotz eines des sehr geringen Preises für Milch, will das Geschäft mit den Milchprodukten nicht so richtig in Gang kommen. Im Laufe eines Jahres verzeichneten Deutschlands Molkereien 2009 einen Umsatzrückgang von 17 Prozent. Wegen schlechter Nachfrage im In- und Ausland. Die Verbraucherpreise sinken und ruinieren trotz hoher Subventionen der Agrarwirtschaft den Milchmarkt.


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