Obwohl die Finanz- und Wirtschaftkrise nun schon seit zwei Jahren wütet, scheinen nur wenige Verbraucher von den Folgen betroffen zu sein. Eine Umfrage ergab jüngst, dass lediglich rund 6 Prozent der Deutschen von der Krise direkt betroffen sind. Ein Viertel der Befragten gab an, nur geringfügig betroffen zu sein. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter 1849 Bürgern, die im Auftrag der Schufa durchgeführt wurde.
Was das subjektive Empfinden der Krise anbelangt, gibt es allerdings starke Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Unter den 16 bis 29 Jährigen befürchtet immerhin jeder Dritte eine Veränderung der persönlichen Situation durch die Krise. Gelassener gehen die Senioren mit der Krise um: Über 70 Prozent fühlen sich nicht betroffen.
Die Ergebnisse der Umfragen decken sich somit weitestgehend mit den statistischen Daten der Schufa, die seit dem Beginn der Krise bisher keinen massiven Anstieg der Kreditausfälle aufweisen. Allerdings ist die Anzahl der neuen Kreditabschlüsse zuletzt stärker gestiegen. Ein Zeichen, für den wachsenden Finanzierungsbedarf in Privathaushalten.
Laut Schufa hängt die Entwicklung vor allem von der Arbeitslosigkeit ab. Steigt diese nicht rasant an, besteht auch nicht die Gefahr, dass die Anzahl der Kreditausfälle entsprechend schnell ansteigt. Allerdings kommen Arbeitslose ohnehin erfahrungsgemäß erst etwa 9 Monate nach Beginn der Arbeitslosigkeit in Zahlungsschwierigkeiten, sodass eventuelle Auswirkungen durch eine steigenden Arbeitslosigkeit zeitversetzt eintreten dürften.