Die Verbreitung von MP3s scheint unaufhaltsam und mehr und mehr Anbieter haben sich auf den Verkauf digitaler Musik spezialisiert. Eine Besonderheit stellt die Firma Napster da. Einstmals der Name des bekanntesten illegalen Filesharing-Dienstes, steht dahinter nun kommerzieller Musikdienst. Ebenso wie bei den Konkurrenzanbietern können Musikdateien zum Preis von in der Regel 99 Cent gekauft und heruntergeladen werden, ganze Alben kosten meist um die 10 Euro. Was den Napster-Dienst jedoch von anderen Anbietern abhebt, ist die Möglichkeit, gegen ein monatliches oder jährliches Entgelt unbegrenzt viele MP3s zu streamen. Um die Dateien herunterzuladen oder sie zu brennen, müssen sie jedoch weiterhin regulär gekauft werden.

Jedoch gibt es eine Möglichkeit, die Streams als MP3s auf dem Computer zu speichern und sie somit auch auf CD zu brennen oder sie auf MP3-Player übertragen zu können. Die von der Firma Applian Technologies zum Preis von knapp 20 US-Dollar angebotene Software “Replay Music” ermöglicht auf legale Weise das Mitschneiden und anschließende Speichern von Musik. Das Programm nimmt schlicht alle von der Soundkarte ausgegebenen Audiosignale auf und funktioniert damit nicht anders als ein Kassettenrekorder, mit dem in den 80ern und 90ern ganze Generationen von Schülern Musik aus dem Radio mitgeschnitten haben.

Das Besondere an der Software ist jedoch, dass sie automatisch erkennt, wenn ein Song vorüber ist und der nächste anfängt und somit von jedem einzelnen Song eine separate Datei erstellt. Besteht eine Internetverbindung, wie sie zum Abspielen von MP3s über Napster zwingend notwendig ist, verbindet sich Replay Music mit einer Datenbank und versucht, aufgenommene Songs zu identifizieren, was in der Regel bemerkenswert gut funktioniert.

Selbstverständlich kann mit Replay Music nicht nur Musik aufgenommen werden, sondern auch jede andere Art von Klängen, die über die Soundkarte ausgegeben werden, so zum Beispiel auch Skype-Anrufe.