Dass ein hoher Anteil des täglichen E-Mail-Verkehrs durch Spam und Phishing-Versuche gekennzeichnet ist, gehört zu den eher unerfreulichen Dingen des Internets. Während Spam-Mails harmlos sind und so schnell wieder gelöscht werden, können Phishing-Versuche böse Folgen nach sich ziehen.

Phishing-Versuche auf E-Mail-Postfächer können böse Folgen haben Foto: © 3d brained - Fotolia.com

Phishing-Versuche auf E-Mail-Postfächer können böse Folgen haben Foto: © 3d brained - Fotolia.com

Rasanter Anstieg beim Passwort-Fischen

Vor allem die Phishing-E-Mails erleben gerade wieder einen rasanten Anstieg. Der Begriff ‘Phishing’ ist ein Kunstbegriff, welcher sich aus ‘Password’ und ‘Fishing’ zusammensetzt. Bevorzugtes Ziel der Datendiebe sind Passwörter und Zugangsdaten, vor allem aus dem Bereich des Online-Banking. Dass dies für den zunächst meist ahnungslosen Benutzer schwerwiegende Folgen haben kann, liegt auf der Hand. Und dass es gerade jetzt an der Zeit ist, sich dagegen möglichst gut zu schützen, beweist der Anstieg um satte 194 % im Dezember an Phishing-Mails im täglichen E-Mail-Verkehr.

Dagegen verzeichnete das Spam-Aufkommen einen Rückgang um immerhin rund 70 %, stieg jedoch im Januar dieses Jahres wieder um knappe 10 % an. Der Rückgang ist vor allem auf den fehlenden Casino-Spam zurückzuführen. Noch im November 2011 machten fragwürdige Einladungen zum Online-Zocken knapp 70 % aller Spam-Mails aus, im Januar waren es hingegen nur noch magere 7,5 %. Abgelöst wurde dieses Thema durch ein erneutes Aufkommen von Pharma-Spam.

Was “gephisht” wird und von wem

Die Phishing-Mails kommen meist mit HTML-Code beim Nutzer an und mit gefährlichen Malware-Programmen im Gepäck. Diese installieren sich, sobald die E-Mail geöffnet wird. Bankdaten gehören nach wie vor zu den bevorzugten Zielen, aber auch Zugangsdaten für Online-Händler wie Amazon oder Anmeldedaten für soziale Netzwerke wie Facebook sind ins Visier der Passwort-Fischer geraten. Und diese kommen mittlerweile hauptsächlich aus Indien (10,9 %), Indonesien (7,7 %) und Russland (6,9 %), um nur die derzeitigen Spitzenreiter zu nennen.