Knapp zwei Wochen nach Beginn der Plagiatsaffäre rund um Karl-Theodor zu Guttenberg hat dieser am 1. März gegen 11:30 Uhr seine politischen Ämter niedergelegt. “Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht”, so Guttenberg in der Pressekonferenz.

Gegen den ehemaligen Bundesverteidigungsminister wurden in den Tagen zuvor immer wieder heftige Vorwürfe erhoben, er habe bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben. So soll es in seiner Dissertation einige Passagen geben, die er ohne die Angabe von Quellen wörtlich zitiert. Der ehemalige Minister gesteht diese Fehler ein, weist aber ein vorsätzliches Handeln von sich und ist auch bereit, sich staatsanwaltlichen Ermittlungen zu stellen.

Mit seinem Rücktritt möchte Guttenberg politischen Schaden abwenden, vor allem von den Soldaten: “Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten.” Sein Rückzug aus der Politik betrifft nicht nur das Amt des Ministers, Guttenberg war auch Beisitzer im CSU-Präsidium und Kreisrat im Kreistag Kulmbach. Seine Position als Bundestagsabgeordneter ist von diesem Rückzug von allen Ämtern nicht direkt betroffen, da das Mandat kein Amt sei. So kündigt der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer (http://www.csu.de/seehofer/aktuell) an, er würde “persönlich alles dafür tun, damit Guttenberg der deutschen Politik und auch der Christlich-Sozialen Union erhalten bleibt”.

Ein Nachfolger für das Amt des Bundesverteidigungsministers steht noch nicht fest, als einfachste Lösung ist aber ein Wechsel des Verteidigungsstaatssekretärs Christian Schmidt in das Amt des Ministers im Gespräch. Endgültig wird eine Entscheidung aber erst nach einem Zusammenkommen des CDU-Präsidiums fallen, vorgesehen ist ein Treffen am Freitag den 4. März. Weitere interessante Artikel zum Thema finden Sie hier.