Der Weg zum TÜV stellt für viele Autofahrer nicht nur einen Aufwand dar, sondern ruft gleichzeitig Sorgen hervor, die begehrte Plakette nicht zu erhalten. War die Inspektion beim TÜV bisher nur alle 2 Jahre erforderlich, so sollen deutsche Autofahrer von nun an jährlich auf den Prüfstand. An dieser Stelle drängt sich natürlich die Frage auf, wer davon profitiert.
Keine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr
Wenn es nach Siim Kallas, dem EU-Vekehrskommissar geht, dann müssen ab sofort alle älteren Autos jedes Jahr den TÜV Test bestehen. Rund 25 Millionen Autos wären somit betroffen. Ältere Fahrzeuge werden laut Kallas ab dem siebten Jahr und/ oder einem Kilometerstand von 160.000 Kilometer definiert. Die daraus resultierenden Mehrkosten würden sich somit auf über eine Milliarde EUR belaufen. Der ADAC hält die neuen Regelungen für überflüssig und lehnt diese ab. Weiterhin verweist der Automobilclub darauf, dass keine eindeutige Untersuchung existent ist, aus der hervorgeht, dass ein hohes Fahrzeugalter auch gleichzeitig ein hohes Unfallrisiko beherbergt.
Jedes Fahrzeug ist betroffen
Die Neuregelungen sollen künftig auch für ältere Motorräder gelten und beziehen sich grundsätzlich auf alle Fahrzeuge, mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen. Mit diesen Vorschlägen rechnet das Europaparlament noch vor der Beginn der Sommerpause. Die Regelung der jährlichen TüV-Pflicht, bezieht sich zwar nur auf ältere Autos, dennoch sollen künftig auch Neuwagen an die Vorgaben gebunden sein. So sollen Neuwagen bereits 4 Jahre nach der Anschaffung, das erste Mal zur Untersuchung. Eine weitere Prüfung folgt dann zwei Jahre später und ab dann müssen diese jedes Jahr zum Test, da ein Fahrzeug ab dem siebten Jahr als älteres Auto eingestuft wird.
