Jüngst hat das Bundesumweltamt eine Studie veröffentlicht, nach der die Versorgung mit Strom ab dem Jahr 2050 allein durch erneuerbare Energien geleistet werden könnte.

Die vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik durchgeführte Studie zeigt, dass die vollständige Deckung des Strombedarfs in Deutschland schon in naher Zukunft allein durch Wind-, Wasser- und Sonnenernergie gedeckt werden kann.
Die technischen und ökologischen Vorraussetzungen hierfür beständen bereits, so der Präsident des Umweltamtes Jochen Flasbarth. Derzeit werden rund 17% des Bedarfs aus erneuerbaren Energien gewonnen. Würden die Energiesparpotenziale, die es momentan zur Genüge gibt, ausgeschöpft und die Netze sowie Stromspeicher ausgebaut, so könne man bis zum Jahr 2050 die Unabhängigkeit vom Atomstrom erreichen. Die Studie zeigt deutlich, dass der Atomstrom in Deutschland schon in 40 Jahren Geschichte sein könnte.

Um die Versorgunsgsicherheit auch bei einer Vollversorgung mit Ökostrom garantieren zu können, sind einige Vorraussetzungen zu erfüllen. Hierzu gehört der Ausbau des Stromnetzes in Deutschland um den Transport des Ökostroms beispielsweise aus Wasserkraftwerken in der Nordsee nach Süddeutschland zu gewährleisten. Durch einen Ausbau der Netze könne man schon in wenigen Jahren auf Stromimporte aus dem Ausland verzichten. Dieser Stromaustausch könne durch den sogenannten Regionenverbund geregelt werden. Auch müssten die Deutschen mehr Strom sparen als es derzeit der Fall ist.

Würde die Politik heute schon die Weichen für diese Entwicklungen stellen, so Jochen Flasbarth, könnte das Ziel der Unabhängigkeit vom Atomstrom erreicht werden. Zudem könnten die CO2-Emissionen, die zur Zeit zu 40% aus der Stromerzeugung entstehen, um 80% bis 95% gesenkt werden.


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